Ohne die ehrenamtliche Tätigkeit unserer  Trainer, Betreuer, Ausschussmitglieder und der Vorstandschaft wäre unser und euer SVR nicht das, was er ist.

Das ist seit der Gründung des SV Rodenbach 1919 bereits so und wird auch künftig so sein: ohne Ehrenamt kein Verein.

Auf dieser Seite möchten wir zeigen, aus wie vielen Händen der Vereinsalltag besteht, um sicherzustellen, dass unser SV 1919 Rodenbach e.V. auch in weiteren 100 Jahren noch erfolgreich ist!




„Aktiv im Ehrenamt“ – Runde vier! Die „helfende Hände“ im Hintergrund sind die Stützen unseres Vereins. Meine nächste Interview-Partnerin ist Simone Scholl (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 33). Das Vereinsleben wurde bereits durch ihre fußballaffine Familie im positiven Sinne früh in die Wiege gelegt. Die bisherigen Gespräche führte ich mit ehrenamtlichen aus dem sportlichen Bereich des Vereins. Dagegen wirkt Simone schon lange im Hintergrund und sorgt für die Außendarstellung des SV Rodenbach – eine spannende Aufgabe. In unserem Sportheim „HEIMSPIEL“ stand sie mir Rede und Antwort.

Hallo Simone! Erstmal danke dafür, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich hatte das Gefühl du warst etwas überrascht, als ich dir letzte Woche geschrieben habe, dass du die Nächste für ein Interview bist. Hattest du nicht damit gerechnet?

Simone: (sie lacht) Nein! Ich dachte, dass zuerst andere im Verein interviewt werden. Deswegen war ich überrascht. Ich freue mich aber und finde es toll.

Ich sagte bereits vor dem ersten Interview, dass nicht nur Trainer und Betreuer wichtig sind, sondern auch die  Menschen im Hintergrund.

Wie oben schon geschrieben, bewegst du vieles im Hintergrund. Nicht nur das, denn du bist immer hautnah bei der aktiven Mannschaft dabei und verfolgst schon seit Jahren die Spiele. Du kannst uns sicherlich eine Menge darüber erzählen. Aber zuerst einmal die Frage: Wie kam es denn zu deiner ehrenamtliche Tätigkeit?

Simone: Ich bin schon seit über zehn Jahren im Ausschuss und seit neun Jahren als Administrator für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins tätig. Damals wurde der Versuch startet eine Homepage zu gestalten. Ich wurde gefragt, ob ich mich darum kümmern könnte und nahm die Aufgabe an; zu meiner eigenen Überraschung, hab ichs ganz gut hinbekommen, also ist es dabei geblieben. In den letzten Jahren wuchs unsere Homepage stetig. Ansonsten ging es schon früh los mit dem Vereinsleben, denn mit meiner ganzen Familie gings immer auf den Sportplatz. Mein Vater ist ja bekanntlich schon sehr lange im Verein, hat aktiv gespielt und ist schon ewig ehrenamtlich tätig. So bin ich da „reingerutscht“.

Dachte ich mir, dass der Weg in den Verein über deine Familie kam. Welche sind denn deine hauptsächlichen Aufgaben beim SVR?

Simone: Als Administratorin der SV Rodenbach-Homepage bin ich ständig aktiv, um diese auch aktuell zu halten. Dies bedeutet neue Artikel reinsetzen, Termine pflegen und alle Aktivitäten beschreiben. Quasi alles rund um den Verein darstellen. Ansonsten organisiere ich die Berichte für das Amtsblatt, seit unser Pressesprecher Eugen Hunsinger nach vielen Jahren etwas kürzer treten wollte. Dazu bin ich noch ein wenig bei der SVR-Facebook-Seite aktiv. Bei den Spielen der aktiven Mannschaft mach ich die Fotos und ab und an schreibe ich auch mal diverse Berichte über SVR-Aktionen. Auch etwas außerhalb des sportlichen kommt mal vor, wie beispielsweise unsere Fotoaktion. Das alles macht mehr viel Spaß.

Eine allgemeine Frage, die mich interessieren würde. Was bedeutet denn für dich Ehrenamt?

Simone: (sie überlegt) Ohne Ehrenamt funktioniert nichts. Vom gesellschaftlichen Aspekt bis hin zur Vereinsebene. Also vom Großen bis ins Kleine. Für einen Verein ist es sehr wichtig. Und persönlich gibt mir das Ehrenamt ein gutes Gefühl, für andere Menschen was zu machen.   

Das klingt spannend. Ich finde es toll, dass du für den Verein so aktiv bist. Seit ich bei der Aktiven Mannschaft Fußball spiele bist du immer dabei. Die Jungs freuen sich immer über die Fotos und Berichte von den Spielen.  

Stichwort Meisterschaften, Abstiege und tolle Spiele. Du hast etliche erlebt. Beschreibe mal kurz deine Sichtweise auf die verschiedenen Epochen der aktiven Mannschaft?

Simone: Man erkennt definitiv unterschiede der verschiedenen „Trainer-Zeiten“. Das ist interessant von außen zu beobachten. Die Außendarstellung der Mannschaft ist immer etwas anders; man erkennt sozusagen die Handschrift des Trainers. Momentan werden viele junge Spieler eingebunden. Vor allem werden alle gleichwertig behandelt und das zeichnet unser Verein aus.

Das mit der Außendarstellung war mir nicht so bewusst. Aber wenn ich darüber reflektiere gebe ich dir Recht. Was war denn die schönste Zeit? Kannst du ehrlich beantworten, denn niemand fühlt sich darin persönlich angegriffen. Bestimmt eine schwierige Frage, denn es gab viele schöne Erlebnisse.

Simone: Ja es gab sehr viele schöne Momente. Ein Highlight war im Mai das Entscheidungsspiel gegen Winnweiler. So viele Zuschauer und ein so packendes Spiel; schon toll, dabei gewesen zu sein. Nach dem Spiel lagen sich alle in den Armen – vom Spieler bis hin zu den Fans. Das gab ein herrliches Bild und zeigt den Kampfgeist und die Verbundenheit im Verein; ich glaube, das ist etwas Besonderes beim SVR. Definitiv die schönste Meisterschaft. Und außerhalb des sportlichen Bereiches finde ich die weihnachtliche Einstimmung auf dem Sportplatz schön; stimmt mich persönlich auf die Weihnachtszeit ein. Für die ganzen Helfer, mich eingeschlossen, eine zur Abwechslung stressfreie Veranstaltung, weil auch die Besucher entspannt auf den Sportplatz kommt (sie lacht).

Wie findest du denn die Entwicklung im aktiven Bereich der letzten Jahre?

Simone: Habe ich schon zum Teil oben beantwortet. Generell sehr positiv, denn die Mannschaft ist jung und hat viel Potenzial. Die Verantwortung ist gleichmäßig verteilt. Das finde ich super.

Und die Entwicklung im Verein?

Simone: Auch positiv. Der Verein entwickelt sich stetig. Wir holen jeden ins Boot. Die Kampfsportabteilung gehört genauso dazu wie alle anderen Bereiche auch. Wir sind als Verein ein wichtiger Teil der Gemeinschaft in Rodenbach. Das spiegelt sich im Zulauf des Jugend sowie im Aktiven Bereich wieder.

Bei meinem Gespräch mit dem Hauptjugendleiter Mark Leonhard habe ich erfahren, „dass er schon ein paar Ideen für Projekte im Jugendbereich hat“. Wie wäre es denn im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Hättest du da Ideen oder eventuell ein Projekt im Kopf den Verein besser öffentlich darzustellen?   

Simone: (sie überlegt) Beispielsweise unsere Fotoaktion. Wir haben alle aktiven Spieler (von jung bis alt), den Ausschuss und die Mitglieder der Kampfsportabteilung mobilisiert um ein gemeinsames Gruppenfoto von oben zu machen. Das war echt toll und zeigt den Zusammenhalt im Verein. Ich finde dennoch die Kleinigkeiten viel wichtiger als große Projekte – Stichwort Wertschätzung. Vielleicht mal Dankeskarten an unsere Sponsoren und Gönner schicken wäre etwas, was wir vielleicht mal anpacken könnten.

Die Zeit vergeht bekanntlich. Die Zukunft bringt dem Verein noch etliche Events und Besonderheiten. Eines davon kommt im Jahr 2019. Da wird der SV Rodenbach 100 Jahre alt. Hast du schon eine Vorstellung wie eine Woche des Jubiläums aussehen könnte?

Simone: (lacht und sagt, dass es noch lange ist bis dahin) Aber mit einer Sportwoche könnte man ehemalige Spieler, Vereinsmitglieder Aktive, Freunde, Sponsoren, Gönner und alle die einen Bezug zum SVR haben einladen. Das Jubiläum sollte etwas Besonderes werden für den Verein. Man könnte ein Zelt mit Musik bieten. Denke da werden wir etwas auf die Beinen stellen. Sind ja nur mal spontane Gedanken.

Ehrenamt bedeutet viele Hände. Die Arbeit sollte auf mehrere Schultern verteilt werden. Würdest du deinen Bereich anders aufstellen, wenn ja wie denn? Vielleicht jüngere Vereinsmitglieder zu überzeugen sich ehrenamtlich zu engagieren.    

Simone: Ja, denn gerade im Jugendbereich würde ich mir wünschen, dass sich das Thema mit den Berichten, Bildern und Infos über die verschiedenen Jugendmannschaften noch etwas verbessert. Bei den meisten funktioniert das, aber bei manchen Jugendmannschaften gibt kaum Infos. Ich denke, dass sich jeder Spieler freut etwas über seine Mannschaft zu lesen. Das könnte eventuell in Zukunft jemand koordinieren – vielleicht ein Elternteil.  

Das ist ein guter Einwand. Werde ich mir merken. Könntest du dir vorstellen eine andere Funktion im Verein zu übernehmen?

Simone: Ja generell schon, wenn es mir liegt.

Die Arbeit bzw. Aufgaben sind sehr zeitintensiv. Stichwort Freizeit! Was machst du denn außerhalb des Vereins?

Simone: (sie lacht)Meine Familie und Freunde sind mir sehr wichtig. Sonst mach ich, was jeder so macht; freie Zeit genießen; bei mir ist das eher dann das reisen, lesen oder bowlen. Und natürlich fotografieren; aber nicht nur die Spieler von Rodenbach (sie grinst).

Kurz und knapp – Eine schnelle Antwort möchte ich von dir haben.

Welchen Platz erreicht die erste Mannschaft? 

Simone: Platz 6

Lieber ein 1:0 oder ein packendes 4:3?                               

Simone: Lieber ein packendes 4:3.

Welche Position würdest du denn spielen?      

Simone: (lacht). Zentrales Mittelfeld

Hast du einen Lieblingsfußballer?

Simone: Nein, habe keinen.

Zum Schluss des Interviews – willst du noch jemanden danken?

Simone: Allen, die mitgeholfen haben, den SVR dahin zubringen, wo er heute ist und allen, die auch in Zukunft ein Teil der SVR-Familie sein wollen; ob aktiv oder im Hintergrund wie ich selbst. Vielleicht lesen ja manche deine Artikel und denken; „Super, da mach ich mit!“.

Vielen Dank Simone. Das Gespräch war sehr angenehm und ich hoffe du bleibst dem SV Rodenbach noch lange treu. Bleibe so engagiert bei deinen Aufgaben. Viel Spaß beim mitfiebern und hoffentlich erlebst du noch viele Aufstiege des SVR.

Interview führte Timo Hodel



„Aktiv im Ehrenamt“ – Runde drei! Mit dieser Rubrik möchte der Verein seine „helfende Hände“ vorstellen. Mein letztes Gespräch führte ich mit dem Hauptjugendleiter Mark Leonhard. An dieser Stelle nochmals danke. Zum heutigen Gespräch habe ich Oliver Kripp (Chefcoach, 43) eingeladen. In unserem Sportheim „HEIMSPIEL“ stand er mir Rede und Antwort. Mein Interview-Partner war langjähriger aktiver Spieler beim SV Rodenbach. Er hat im Vereinsleben schon vieles erlebt und will diese Erfahrung seinen jungen Spielern weitergeben. Heute ist er Jugendtrainer unserer B-Jugend der Kreisliga Westpfalz Mitte.  

Hallo Oliver! Schön, dass du dir Zeit genommen hast für das Interview – Danke dafür. Du kommst direkt vom Training hierher und hast sogar noch die Trainingsklamotten an. Das nenne ich mal Herzblut. Wie bist du mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?

Oliver: Momentan bin ich mit den Jungs sehr zufrieden. Wir haben dieses Jahr einen großen Kader. Er umfasst 28 Spieler. Aus unserer C-Jugend, vier Jungs aus Weilerbach und auch solche die noch nie gespielt haben, sind zum alten Stamm der B-Jugend dazu gestoßen. Qualitativ hat sich der Kader gegenüber dem Vorjahr verbessert. In der Breite sind wir qualitativ sehr gut aufgestellt, sodass wir spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht haben.  Jeder Spieler soll auch in dieser Saison seine Spielzeit bekommen.

Wie ist es mit der Trainingsbeteiligung?

Oliver: Ich kann mich nicht beklagen. Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Klar, das eine oder andere Mal können nicht alle ins Training kommen – das ist aber normal.

Wieso ist dir die Jugendarbeit wichtig?

Oliver: Die Aufgabe in diesem Bereich ist reizvoll. Man kann die Entwicklung eines Jugendlichen mitgestalten. In diesem Alter stärkt man die soziale Kompetenz der Jungs. Man sollte als Jugendtrainer ein Vorbild sein und diese Eigenschaften auch vorleben. Man lehrt die Jungs respektvoll gegenüber Spielern, Betreuern usw. zu sein. Eine wichtige Basis für ihre Zukunft.

Das klingt spannend. Mal sehen, wo in dieser Saison die Reise hingeht. Dem SV Rodenbach bist du schon lange verbunden. Ich finde es toll, dass du ehrenamtlich weiterhin aktiv bist. Mit deinen  persönlichen Erfahrungen als aktiver Spieler kannst du deinen Jungs vieles mit auf den Weg geben. Eine wichtige Basis für die Entwicklung deiner B-Jugend. Wie und warum hast du dich entschieden Jugendtrainer zu werden?

Oliver: (die Antwort kam ganz schnell) Als aktiver Fußballer und Vater eines Spielers der damaligen Bambinis wird man automatisch gefragt. Ich habe damals relativ schnell zugesagt und mittlerweile sind es schon elf Jahre. Diesen Jahrgang habe ich nun schon von den Bambinis bis hin zur B-Jugend.

Beim letzten Gespräch mit dem Hauptjugendleiter habe ich erfahren, „dass schon ein paar Jugendtrainer beim SVR eine Trainerlizenz besitzen. Im höheren Jugendbereich wäre eine Lizenz wünschenswert“, ergänzte dabei Mark Leonhard. Ich persönlich finde, es müsste Voraussetzung sein. Daher meine Frage: Hast du denn eine Lizenz? 

Oliver: Ja, habe ich – die Trainer C-Lizenz vom DFB. Nächste Jahr werde ich eine Weiterbildung zur Verlängerung dieser Lizenz machen.

Welcher Trainertyp bist du denn? Diese Frage habe ich Kevin (Sohn von Oliver + Spieler B-Jugend) gestellt, der bei diesem Interview dabei war…

Kevin: Er ist ein emotionaler Trainer, der bei Spielen und im Training immer voll dabei ist.

Oliver: (er lacht) Im Jugendbereich ist Coaching sehr wichtig. Man muss die jungen Spieler ständig im Training und im Spiel verbal führen und coachen. Ich bin kommunikativ. Mir ist Planung und Spielanalyse sehr wichtig. Das bedeutet, Trainingsgestaltung und Fehler von Spielen ansprechen und direkt in die Planung der nächsten Einheiten mit einbeziehen.

Kommen wir zur aktuellen Saison. Dein Team ist mit dem FC Phönix Otterbach Tabellenführer (Stand: 14.11.15) in der Kreisliga Westpfalz Mitte. Zur Vorbereitung des Interviews habe ich mir die Tabelle und eure letzten Spiele angesehen. Sehr beeindruckend! Du hast deinen Jungs sicherlich Ziele vorgegeben. Meine Frage -  Welche?

Oliver: So lange wie möglich oben mitspielen. Wenn alles passt und die Jungs weiterhin so mitziehen, dann können wir Meister werden.

Nur der Meister steigt auf?

Oliver: Ja! Der Verein ist bestrebt, dass der Unterbau (Von der C- bis zur A-Jugend) höherklassig spielt, um den Sprung zur aktiven Mannschaft zu erleichtern. Aber Erfolg ist nicht planbar!! (5€ ins Phrasenschwein)

Thema  Spielsystem:  Die Altersklassen der B- bzw. – A-Jugend sollten im selben System wie die aktive Mannschaft spielen. Es wäre demnach viel einfacher für die Jungs, sich im aktiven Bereich anzupassen. Ein hohes Maß an Flexibilität ist eine wichtige Eigenschaft für die heutigen Spieler. Welches Grundsystem wird bei euch gespielt?  

Oliver: In dem Zusammenhang muss ich meinen ehemaligen Trainer Sascha Hildmann zitieren – „The Defense wins the Championships“ (wir lachen beide, denn da kommen viele schöne Erinnerungen hoch). Ich versuche natürlich die Spieler variabel einzusetzen, aber das System nicht zu ändern. Wir spielen im Grundsystem 4-2-3-1. Diese taktische Ausrichtung ist bei uns momentan erfolgreich. Wir stehen stark in der Defensive und unsere Offensive ist mit 62 Toren aktuell die zweitbeste der Liga.

Trainingsinhalte, taktische Schulung und Trainingsabläufe benötigen eine intensive Vorbereitung.  Wie bereitest du dich für das Training bzw. Spielen vor?

Oliver: Ich probiere vieles. Das Training soll intensiv, aber auch abwechslungsreich sein. Ich hole mir die Infos meistens aus dem Internet. Die Jungs muss man bei Laune halten, das ist mir wichtig.

Wie oft trainiert ihr denn?

Oliver: Zwei bis drei Mal pro Woche.

Eine Frage zu deinem Team. Der C-Jugend Trainer Kai Knobel sprach von Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen. Wie siehst du das bei deinen Jungs?

Oliver: Wir haben vor zwei Jahren den Fairness-Preis der Kreissparkasse gewonnen, der beinhaltet Fairplay auf dem Platz. Verantwortung bedeutet aber auch pünktlich ins Training zu kommen oder sich beim Trainer abzumelden.

Gleich die nächste Frage: Immer Jugendtrainer oder auch mal in den aktiven Bereich als Trainer?

Oliver: Ich komme hier nicht raus (sagt er und lacht dabei). Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich muss abwarten wie es sich entwickelt, wenn meine Jungs in die A-Jugend kommen. Aber auch in Verbindung mit meiner Band muss ich schauen, wegen der Zeit.

Jugendtrainer ist sehr zeitintensiv. Ein anderes Hobby von dir ist die Musik. Mit deiner Band „HERZLOS“ bist du auch ständig unterwegs und derzeit im Studio für ein neues Album. Was mich persönlich freut. Eine positive Entwicklung im musikalischen Sinne ist bei euch deutlich erkennbar.  Aber meine Frage: Wie koordinierst du denn deine begrenzte Zeit? Stichwort Freizeit!

Oliver: Es geht irgendwie immer (da muss Kevin auch lachen). Ich muss unsere Konzerttermine so legen, dass sie in den Spielplan der B-Jugend passen. Manchmal geht das natürlich nicht, weil Anfragen für Konzerte auch einmal kurzfristig kommen können und wir uns demnach auch zeitnah entscheiden müssen. Das bedeutet viel koordinieren, telefonieren und eventuell ein Spiel verschieben. Training und Probe kann ich zeitlich trennen.

Und deine Freizeit?!

Oliver: Da verbringe ich Zeit mit meiner Familie und unseren Hunden. Ab und an gehe ich zum Ausgleich  joggen (da lachen wir alle).

Vielleicht könnte man mal ein Konzert von euch auf dem Sportplatz organisieren. Wäre doch top, oder?

Oliver: Ja klar. Ich bin dabei. So ein Sommer-Open-Air oder freitags an der Rodenbacher Kerwe. Aber das liegt nicht an uns, das müsste der Verein ja machen.

Willst du an dieser Stelle Werbung für eure Band machen?

Oliver: Nein! Spaß! Unsere Website: www.herzlos.biz – schaut euch es mal an.

Hast du irgendwelche Ideen, Anregungen zur Verbesserung der Jugendarbeit beim SVR?

Oliver: Soweit ist alles gut. Andere Vereine haben untereinander durch die Spielvereinigungen etliche Probleme. Ich bin froh, dass wir uns bis jetzt nicht an einer JFV beteiligen müssen. Bei uns sind alle Altersklassen besetzt –dass finde ich sehr gut. Trotz Hartplatz haben wir eine super Jugendarbeit. Also Verbesserungen: Um auf Dauer konkurrenzfähig zu bleiben muss in naher Zukunft ein Kunstrasen her.

Unser Hauptjugendleiter sieht in einer engeren Kommunikation zu den Trainern der 1. und 2. Mannschaft eine nachhaltige Entwicklung der Jugendarbeit? Wäre das auch in deinem Sinne?

Oliver: Bei der B-Jugend ist es noch nicht so wichtig wie bei der A-Jugend. Es wäre aber ein Ansporn, wenn der Trainer der aktiven Mannschaft einmal zum Zuschauen käme.

Kurz und knapp – Eine schnelle Antwort möchte ich von dir haben.

Straftraining nach einem schlechten Spiel?        Oliver: Nein

Welchen Platz erreicht die erste Mannschaft?  Oliver: Oberes Drittel

Trainerfuchs oder Taktiker?                                      Oliver: Eher Trainerfuchs. Kommt immer auf den Gegner an.

Stabile Defensive oder eher Offensiven Stil?    Oliver: Stabile Defensive

Zum Schluss des Interviews – willst du noch jemanden danken?

Oliver: Ich danke Alex Galle, meinem Co- und Torwart-Trainer. Bei Sascha Mersinger, der diese Saison als Betreuer dabei ist. Und auch bei Frank Wenz, der mich in den letzten Jahren unterstützt hat. Natürlich meiner Familie und meinen Jungs (die letzten Aussagen kamen mit einem Grinsen).

Vielen Dank Oliver. Das Gespräch war sehr lustig und ich hoffe du bleibst dem SV Rodenbach noch lange treu. Bleibe so engagiert bei der Jugendarbeit. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit deiner B-Jugend.  

Interview führte Timo Hodel

 



„Aktiv im Ehrenamt“ – die neue Rubrik geht in die nächste Runde. Dabei werden ehrenamtliche Menschen bzw. helfende Hände im Verein anhand eines Interviews vorgestellt. Bei meinem ersten Interview standen mir die beiden C-Jugendtrainer – Kai Knobel und Felix Gross – Rede und Antwort. An dieser Stelle nochmals Danke für das angenehme Gespräch.

Zum heutigen Gespräch habe ich den Hauptjugendleiter des SV Rodenbach – Mark Leonard (45) eingeladen. Im Rodenbacher Sportheim „HEIMSPIEL“ unterhielten wir uns über sein Engagement im Verein sowie über persönliche Dinge. 

Hallo Mark, danke dafür, dass du dir die Zeit für das Interview nimmst. Das freut mich natürlich. Du bist das zweite Interview dieser Reihe. Wie oben schon erwähnt bist du der Hauptjugendleiter. Ich finde das persönlich ein spannendes und reizvolles Aufgabenfeld im Verein. Vor allem, wenn die Jugendarbeit nachhaltig gestaltet wird und junge Spieler den Sprung zur ersten Mannschaft gelingt. Ist demnach ein Verdienst deines Engagements. Daher gleich meine erste Frage an dich: Warum bist du Hauptjugendleiter geworden und wie lange hast du diese Position schon inne?

Mark: Die Position als Hauptjugendleiter mache ich schon seit drei Jahren. Bin aber schon 13 Jahren dabei als Stellvertreter. Unter dem damaligen Hauptjugendleiter Peter Eschenfelder wurde ich gefragt, ob ich Interesse habe Jugendarbeit zu betreiben. Die ganzen Aufgaben wurden damals auf mehrere Leute im Verein verteilt und so bin ich dazu gestoßen. Und warum Hauptjugendleiter? (lacht) Weil ich damals als Jugendtrainer gesehen habe, dass in diesem Bereich viel zu organisieren ist. Da wollte ich mithelfen. Es war eine neue Herausforderung für mich, die ich mir stellte. Und es macht natürlich auch viel Spaß mit Jugendlichen zu arbeiten.

Warum ist dir Jugendarbeit so wichtig?

Mark: Mir ist es wichtig, dass Mädels und Jungs unter gleichaltrigen sind. Sie befinden sich im Mannschaftssport in einem sozialen Umfeld. Ein anderer Grund  ist, dass Jugendliche eine sinnvolle Beschäftigung haben und nicht nur am Computer oder Fernseher sitzen. Der Spaß an Bewegung sollte daher nicht so kurz kommen. Die Entwicklung von einem Jugendlichen zu sehen finde ich toll.

Was sind deine Hauptaufgaben als Hauptjugendleiter?

Mark: Zum einem die Organisation des ganzen Spielbetrieb der Jugend. Von der G-Jugend bis hin zur A-Jugend. Aber auch Kommunikation nach außen, z.B. mit den Eltern. Was sehr wichtig ist. Ich mache die Öffentlichkeitsarbeit, um die Jugendarbeit weiterzubringen. Ich nehme an verschiedenen Sitzungen teil und organisiere diverse Veranstaltungen, beispielsweise Weihnachtsfeier und Schnuppertraining. Alleine mache ich das alles natürlich nicht. Ich werde von Franz-Josef Kaiser und Marco Nothof unterstützt. Habe ich was vergessen? (er überlegt)

Naja, dass ich schon etliches für ein Ehrenamt. Denke du bist da vollgepackt mit Arbeit, außerhalb deines Alltages. Vor drei Wochen habe ich im „Marktplatz Regional“ ein Interview von dir gelesen. Eine tolle Werbung für die Jugendarbeit beim SV Rodenbach. Wie wurde denn die Zeitung darauf aufmerksam? Wie kam es denn dazu?

Mark: Wir hatten letztes Jahr schon eine Anfrage an die Zeitung gestellt für ein Interview. Doch bisher war alles voll und wurde abgelehnt. Doch dieses Jahr hatten wir nochmal nachgehakt und es kam dazu. Was uns sehr überrascht. Wir wollten außerhalb des Amtsblattes noch eine andere regionale Plattform schaffen, um Jugendliche bzw. Eltern anzusprechen. Das Interview wurde telefonisch durchgeführt. Auf unserer Homepage kann man sich das Interview anschauen.   

Ich habe es gelesen. Finde es lesenswert und auch eine tolle Werbung für die Jugendarbeit in unserem Verein. Kannst mir den Inhalt kurz erläutern?   

Mark: Habe ich ja zum Teil bei deiner Fragen oben schon erwähnt. Kurz zusammengefasst, dass Jugendliche etwas Bewegung in den ihren Alltag bringen.

Das klingt sehr spannend und eine klare Linie ist dabei erkennbar. Jetzt aber zur Struktur im Jugendbereich. Da der SV Rodenbach erfreulicherweise alle Jugendmannschaften abdeckt, benötigt man viel ehrenamtliches „Personal“. Ohne die Betreuer/Trainer funktioniert demnach keine nachhaltige Jugendarbeit. Wie verläuft denn eigentlich die Trainersuche? Wer ist denn da verantwortlich?

Mark: Verantwortlich sind die Hauptjugendleiter. Wir gewinnen oft Trainer über die Eltern bzw. Mundpropaganda. Jemand kennt einen im Bekanntenkreis der Interesse hat Trainer zu werden.   Danach setzen wir uns im Verein zusammen und nehmen Kontakt zu demjenigen auf. Vorteil sollte natürlich sein, dass er schon aktiv Fußball spielte.

Ist eine Trainerlizenz für die Jugend eine Voraussetzung oder kann jeder einsteigen?

Mark: Eigentlich kann jeder einsteigen. Im unteren Bereich ist es keine Voraussetzung dafür. Im oberen Bereich wäre es natürlich wünschenswert. In dieser Saison bekommt jeder Trainer eine Kurzschulung bis hin zur Lizenz in Edenkoben angeboten. Der Verein zahlt natürlich die Fortbildung auch. Manche Trainer im Jugendbereich haben auch schon eine Lizenz erworben. Und auf unsere Homepage können sich Trainer, dass Ausbildungskonzept anschauen, wie und welche Ziele/ Inhalte wir uns als Jugendabteilung in der Ausbildung der Jugendlichen gesetzt haben.

Das hört sich nachhaltig an. Und ich finde das Angebot vom Verein eine Lizenz zu erworben erfreulich. Zur erfolgreichen Jugendarbeit gehören natürlich Ziele. Welches mittel- und langfristige Ziel hat der SV Rodenbach?

Mark: Die B- und A- Jugend auf den aktiven Bereich vorzubereiten. Den jungen Spielern verschiedene Spielsystemen aufzeigen. Wenn möglich eine taktische Schulung wie bei unserer aktiven Mannschaft. Ziel ist es natürlich, dass drei oder vier Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Was ich mir wünschen würde, dass der Trainer der Aktiven auch den Trainer der A-Jugend unterstützt bzw. Tipp gibt. Und ein weiteres Ziel ist natürlich, dass wir wie aktuell alle Jugendmannschaften besetzt haben. Im unteren Bereich zählt erst mal Quantität. Durch ständiges Training soll dann auch die Qualität verbessert werden. Wir streben eine nachhaltige Jugendarbeit an.

Wenn du eine Vision hättest, welches Projekt würdest du gerne mal angehen bezüglich der Jugendarbeit beim SVR?

Mark: Vision…schwierige Frage (er lacht). In den nächsten Jahren von der D-Jugend bis zur A-Jugend höherklassig spielen. Die Kluft zwischen der Jugend und den Aktiven darf nicht so groß werden, sodass junge Spieler die Chance bekommen in der Verbandsliga zu spielen. Und Projekte? Darüber haben wir schon in vielen Sitzungen gesprochen. Zu einem eine Saisoneröffnung mit allen Jugendmannschaften plus die Eltern. Dabei soll der Verein mit einem Rahmenprogramm vorgestellt werden. Die Eltern sollen dabei den SVR und die Verantwortlichen kennenlernen. Und natürlich werden wir unsere Sponsoren einladen. Ein anderes Projekt könnte eine gemeinsame Weihnachtsfeier (aller Jugendmannschaften) sein.

Jugendarbeit kostet Geld – aber Jugendarbeit bedeutet auch ein nachhaltiger Effekt. Mit welchen Mitteln wird die Jugendarbeit unterstützt?

Mark: Da gibt es verschiedene Wege. Bei Heimspielen gehen die Jugendlichen mit dem Spendenball rum und sammeln Geld. Dann unterstützen uns der Verein, unsere Sponsoren, der Förderverein sowie  Sportbund RLP. Zusätzlich geht die Jugend einmal Im Jahr durch Rodenbach und macht eine Sammelaktion (Sportjugend RLP).

Nochmal zurück zum Stichwort Finanzen: Ist die Ausstattung der Jugendmannschaften (Bälle, Leibchen,usw…) ausreichend?

Mark: Ausreichend! (er lacht dabei). Die Jugendlichen haben meistens die aktuellen Sachen. Trikots sind selbstverständlich vorhanden, doch diese werden ein paar Jahre benutzt. Ansonsten ist Trainingsmaterial genug da. Bei Bedarf können wir dieses besorgen und werden auch finanziell unterstützt.

Finden denn in den kommenden Jahren auch wieder Feste oder Aktivitäten statt? Wenn ja, welche?

Mark: Die Weihnachtsfeiern im Sportheim, bei dem der Verein uns unterstützt. Auf dem Weihnachtsmarkt machen wir einen Stand. Und seit zwei Jahren machen wir an der Kerwe Weißwurstessen. Dann kommen noch die Abschlussfahrten und Abschlussfeiern dazu, dass die Trainer entscheiden können.

Nachdem ganzen Ehrenamt, sollte der Mensch nicht so kurz kommen. Also werden nun ein paar privaten Fragen kommen.

Du bist dem Fußball bestimmt schon lange verbunden. Hast du denn auch mal selbst aktiv gespielt?

Mark: Nein leider nicht. Ging aus gesundheitlichen Gründen nicht.

Jetzt zu dem Stichwort Zeitintensiv. Ob daheim oder auf dem Sportheim, irgendwie machst du immer etwas für den Verein. Daher meine Frage: Was machst du denn, wenn du nicht gerade ehrenamtlich für den SV Rodenbach unterwegs bist?

Mark: Ich mache dann ganz viel mit meiner Frau und Tochter. Wir unternehmen gerne zusammen etwas. Das zweite ist das Kochen. Hier kann ich super entspannen. (lacht).

Könntest du dir auch mal ein anderes Aufgabengebiet beim SVR vorstellen?

Mark: Momentan nicht. Man weiß nicht was in zwei, drei Jahren ist. Was die Zeit so bringt. Aber das jetzige Aufgabenfeld macht mir sehr viel Spaß.

Was machst du denn beruflich?

Mark: Gelernt habe ich Nähmaschinenmechaniker und arbeite in Frankenthal bei der Firma Scout. Ich bin da in der Instandhaltung tätig.

Rubrik: Kurz und knapp – Eine schnelle Antwort möchte ich von dir haben.

Kann die C-Jugend nachdem Aufstieg in Landesliga die Liga halten?

Mark: Ja auf jeden Fall.

Ist die Verbandsliga für die A-Jugend realistisch?

Mark: Schwierig. Ich denke Ja. Aber das braucht eine lange Zeit.

Welchen Tabellenplatz erreicht die erste Mannschaft in der Verbandsliga?

Mark: Platz 8

Nun zum Schluss unseres Gespräches – Möchtest du jemanden Danke sagen?

Mark: Erstmal Danke an die, die mir damals das Vertrauen gaben. An die Menschen, die mich bisher so toll unterstützt haben. Man sieht den Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit, dass ein paar Spieler den Sprung in die erste Mannschaft erfolgreich gingen. Und auch bei Stefan Schehl, von ihm habe ich mir viel abgeschaut. Wie man mit den Jugendlichen umgeht und was man so trainieren kann. Man kann schon sagen, dass er ein Trainer – Vorbild für mich ist.   Ich bedanke mich bei dir für das angenehme Gespräch. Und vor allem, dass du dir die Zeit genommen hast für das Interview. Ich hoffe du bleibst so engagiert bei der Jugendarbeit im Verein. Solche Menschen wie dich braucht unser Verein. Für deine Arbeit wünsche ich dir alles Gute und noch spannende Aufgaben.    



„Aktiv im Ehrenamt“ – der Verein möchte mit der neuen Rubrik seine ehrenamtlichen Hände anhand eines Interviews vorstellen. Gespräche dieser Art werden in den kommenden Heimspielen im Stadionheft zu sehen sein. Unser Anliegen daran ist, das Vereinsleben vom SV Rodenbach im Innern darzustellen. Denn ohne die aktive Mithilfe im Hintergrund kann kein Verein funktionieren. Wir werden sowohl Trainer im Jugendbereich, aber auch helfende Hände sowie Menschen im Hintergrund, die Möglichkeit geben ihre Aufgaben beim SVR vorzustellen.

Zum heutigen Interview habe ich die Jugendtrainer der C-Jugend eingeladen – Kai Knobel (Chefcoach, 19) und Felix Gross (Co-Trainer, 19). Ich lud die beiden Rodenbacher zum Gespräch ins Sportheim „HEIMSPIEL“ ein. Die beiden kamen direkt nach einer Spielbeobachtung des nächsten Gegners. Eine vorbildhafte Vorbereitung.

Hallo Jungs, ihr seid meine ersten Interviewpartner. Mal sehen wie es funktioniert… Aufgrund der Meisterschaft eures Teams habe ich mich dafür entschieden mit euch zu starten. Daher gleich mal die Frage: Wie ging es euch nach der Meisterschaft?

Kai (er lacht): …ein gutes Gefühl Meister zu werden. Ich fand die Saison einfach super. Nach der Halbserie wussten wir, da geht noch mehr. Die Meisterschaft war realistisch. Wir hatten vor der Saison das Ziel oben mit zu spielen. Dann endlich war es soweit – nach paar Anläufen wurde der Aufstieg erreicht. (Ein Lob für seine Jungs gab es auch noch) Sie haben sich während der Saison immer als Team präsentiert, das war der Schlüssel zum Erfolg.  

In eurem jungen Alter übernimmt ihr schon Verantwortung für Jugendliche. Im Bereich der Jugendarbeit finde ich ehrenamtliches Engagement echt super, weil man einem jungen Menschen seine persönlichen Erfahrungen mit auf dem Weg geben kann. Eine wichtige Basis für einen Jugendlichen und längerfristig für einen Verein. Wie und warum hattet ihr euch entschieden Jugendtrainer zu werden?

Kai: Harry Busch, mein damaliger Jugendtrainer zeigte mir, dass zu einem Trainer mehr dazu gehört als sich Übungen auszudenken. Verantwortung, Menschlichkeit, Motivation und vor allem das nötige Fachwissen. Diese Eigenschaften sind nur ein paar Dinge, die man mitbringen sollte. Daran versuche ich seit fünf Jahren und speziell seit zwei Jahren bei der C-Jugend zu arbeiten. Aber letztendlich sind es die Spieler, die entscheiden, ob ich dem gerecht werde.

Felix: Durch die Freundschaft mit Kai. Ich habe ihn manchmal im Training unterstützt. Die Arbeit mit Jugendlichen hat mir gleich Spaß gemacht. Demnach habe ich mich entschieden mitzuwirken. Da Kai eine höhere Jugend übernahm, war es für mich klar – da mache ich mit.

Welche sind eure Vorbilder als Trainer? Eher ein Motivator Klopp oder Taktiker Pep Guardiola?

Kai: Harry Busch (diese Aussage kam mit einem Lächeln wie aus der Pistole geschossen). Aber zu deiner Frage zurück -  eigentlich eine gute Mischung von beiden.

Felix: Da schließe ich mich an. Eine Mischung von beiden. Wobei mir Lucien Favre (Gladbach) als Trainer sehr gut gefällt. Durch sein Fachwissen und das strategisches Arbeiten bei den Vereinen, die er bisher trainierte.

Landesliga! Neuer Gegner, neue Gegenspieler, schnellere Spielweise. Wie verlief die Vorbereitung zur neuen Saison?

Kai: Schnellere Spielweise! Ist das so? (und grinst)

Felix: Die Vorbereitung verlief reibungslos. Manchmal sind die Sommerferien ein Problem, da viele Spieler im Urlaub sind. Aber das ist akzeptabel. Ansonsten haben sie alle gut mitgezogen.

Kai: Ich bin auch sehr zufrieden. Die Neuzugänge können uns weiterhelfen.

Wie reagiert ihr darauf, wenn im Training nicht alles rund läuft? Wenn die Jungs nur „Blödsinn“ machen und ständig miteinander erzählen?

Es lachen beide. Da wurden bestimmt schöne Geschichten miteinander verbunden.

Kai: Ich kann schon mal lauter werden. Dann wissen meine Spieler auch, dass es 5 vor 12 ist (und lacht wieder). Ich bin eher der Trainer auf die verbale Art. Mit einer Pfeife auf dem Platz zu stehen, kommt auch mal vor.

Felix: Da schließe ich mich an und habe keine Ergänzung.

Kai, hast du eine Trainerlizenz?

Kai: Ja – für das Kleinfeld. Aber ist mir eigentlich zu wenig. Ich hoffe Ende des Jahres dahingehend aktiv zu werden. Die Zeit ist halt immer ein Problem.

Gleich die nächste Frage: Jugendtrainer oder auch mal in den aktiven Bereich als Trainer?

Felix (er überlegt): Eigentlich kann ich mir es nicht vorstellen in den aktiven Bereich zu gehen. Ich möchte eher mit Jugendlichen auf dem Platz stehen. Denke, das ist für mich besser.

Kai (er nickt): Langfristig würde ich schon gerne in den aktiven Bereich gehen. Aber aktuell noch nicht.

Nochmals zurück zu eurem Team…Ist der Kader schon komplett oder kommen eventuell noch neue Spieler dazu?

Kai: Unser aktueller Kader ist komplett. Die Neuzugänge Max Schäfer und David Schehl werden uns weiterhelfen. Haben den Kader nur auf paar Positionen ergänzt. Der Kader umfasst insgesamt 25 Spieler.

Welche Ziele steckt ihr euch für die neue Saison?

(da waren beide gleicher Meinung)

Felix: Nachdem Aufstieg ist das Ziel Klassenerhalt. Das Team soll sich zusammenfinden, da mehrere Jugendmannschaften jetzt zur C1 gehören. Wir sorgen dafür, dass sie sich fußballerisch verbessern und wollen den Teamgeist fördern.

Kai: Noch ergänzend dazu – die Spieler sollen Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen.

Aber jetzt nochmals zurück zu eurer Person. Das Ehrenamt als Jugendtrainer ist sehr zeitintensiv. Mehrmals in der Woche steht ihr mit dem Team auf dem Platz. Daher meine Frage: Was macht ihr denn in eurer Freizeit?

Felix: Ich spiele noch Gitarre, höre Musik und unternehme gerne auch etwas mit meinen Freunden. Aber eigentlich ganz viel Fußball (er lacht).

Kai: Außer Fußball…das ist schwierig. Meine Freunde treffen und chillen.

Was macht ihr denn beruflich?

Kai: Ich bin im ersten Ausbildungsjahr zum Mechatroniker bei der Firma Trimble in Siegelbach.

Felix: Ab Oktober werde ich in Kaiserslautern studieren. Mathe und Informatik auf Lehramt.

Es gibt ja nicht nur die Jugend beim SVR. Fiebert ihr denn bei der aktiven Mannschaft mit?

Felix: Im Entscheidungsspiel in Otterbach habe ich mitgefiebert und mich gefreut, dass die erste Mannschaft aufgestiegen ist. Man kann sagen – ab und zu fiebere ich mit.

Kai: (das kam schnell raus). Ja!

Zum Schluss des Interviews – wollt ihr noch jemanden danken?

Felix & Kai: Wir wollen den helfenden Händen Michael Reuß und Andreas Michel danke sagen für die tolle Unterstützung – sie sind eigentlich immer da. Und bei dir Timo für das Gespräch, um den Jugendbereich den Leute näher zu bringen.

Vielen Dank Jungs. Das Gespräch war sehr angenehm und ich hoffe sie bleiben noch etliche Jahre dem SV Rodenbach treu. Solche Menschen braucht der Verein. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg mit der C-Jugend in der Landesliga. 






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